Sieg der exakten Wissenschaft

Veröffentlicht von Lebenskreis am 13.06.2010 um 13:43

Was hat die Wissenschaft mit Astrologie zu tun?

Bis ins 18. Jahrhundert wurde die Astrologie an den Universitäten als Wissenschaft gelehrt, von ihren Gegnern aber mehr und mehr in Land der Fabel, des Aberglaubens verwiesen. Und so verschwand sie von den Lehrplänen; die „exakte“, nachprüfbare Wissenschaft hatte gesiegt. Naturwissenschaftlich, hiess es, sei die Astrologie durch nichts zu beweisen. Ein Einfluss der Gestirne auf Charakter und Schicksal des Menschen sei mit den Mitteln der Vernunft nicht nachzuweisen.

Diese Meinung blieb bei den Gegnern bis auf den heutigen Tag erhalten. Anlass zur Kritik gibt vor allem der sogenannte Frühlingspunkt. Die alten Sterndeuter hatten ihren astrologischen Tierkreis ja in zwölf Teilen unterteilt, denen sie die Namen der in der Nähe stehenden astronomischen Sternbilder gaben. Ausgangspunkt für diese Benennung war der Frühlingspunkt, der damals, vor weit über 2000 Jahren, im Sternbild Widder stand. Das Tierkreiszeichen Widder und das Sternbild Widder waren also deckungsgleich. Nun verschiebt sich aber der Frühlingspunkt im Lauf von etwa 2160 Jahren um ein Sternbild und steht heute schon im Sternbild Wassermann. Anders gesagt, astrologisches Tierkreiszeichen und astronomisches Sternbild stimmen heute nicht mehr überein.

Daraus schliessen die Gegner, dass die damaligen Erkenntnisse heute nicht mehr zutreffen und dass Astrologie folglich nichts als Scharlatanerie ist. Dem halten die modernen Astrologen jedoch entgegen, dass die zwölf Tierkreiszeichen lediglich eine Einteilung auf der Sonnen- und Planetenbahn sind, die man mit beliebigen Namen versehen hat. Tierkreiszeichen und Sternbild sind eben nicht dasselbe!

Wissenschaft-H250 in Sieg der exakten Wissenschaft

Wissenschaft und Astrologie

Doch wie man das Blatt auch dreht und wendet, es bleibt eine unbestrittene Tatsache, dass man die Ergebnisse der Astrologie nicht wissenschaftlich nachprüfen kann. Freilich kann man ebenso anders herum argumentieren: dass nämlich, was nicht nachweisbar ist, noch lange nicht falsch sein muss. Wer neugierig ist und herausfinden möchte, ob er nun an die Aussagen der Astrologie glauben soll oder nicht, für den gibt es einen einfachen Test: Man lasse sich ein Geburtshoroskop erstellen und vergleiche die astrologische Deutung mit seinen ganz persönlichen Erfahrungen. Finde ich mich in dem Gesagten wieder, oder bin ich anders als der, der mir aus meinem Horoskop entgegentritt? Verblüffend viele Menschen, die sich einmal ein Horoskop erstellen liessen, müssen immerhin zugeben, dass „eine ganze Menge dran ist“.

Bleibt dran denn im nächsten Artikel zeige ich euch wie ein Geburtshoroskop aussieht.

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