Das indianische Horoskop
Die Indianer haben eine besondere Einstellung zur Natur und ihren Geschöpfen. Das wird auch im indianischen Horoskop deutlich, welches sich nicht an Sternen, sondern an Jahreszeiten orientiert und sich dadurch wesentlich von westlichen Horoskopen unterscheidet.
Im sogenannten Medizinrad teilen die Indianer die zwölf Sternzeichen oder auch Sternzeiten ein. In den kulturellen Traditionen der Indianer gab es verschiedene kreisförmige Symbole und Objekte. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit den Speichenrädern der Wagen, mit denen die ersten Siedler ins Land kamen, wurden diese Symbole beziehungsweise Objekte Medizinräder genannt. Jedes Medizinrad zeigte die Verbindung zwischen unterschiedlichen Objekten oder Eigenschaften innerhalb eines großen Ganzen und die Bewegung der verschiedenen Kräfte und Energien darin.
Das äußere Rad des Medizinrades ist in zwölf Geburtszeiten aufgeteilt. Jede hat ihr eigenes Tiertotem und eine Wesensverwandtschaft mit einem ganz bestimmten Stein, einem Baum und mit einer Farbe. An der Nabe des Rades liegt – umgeben von Darstellungen der Elemente, der Himmelsrichtungen und des Energieflusses – das Wakan-Tanka, das Symbol der unsichtbaren Energien, die in der physischen Realität Gestalt annehmen.
Die Struktur des Medizinrades baut auf den Jahreszeiten auf und spiegelt so den mächtigen Einfluss der Natur auf die Persönlichkeit des Menschen wider. Das Medizinrad unterteilt die menschliche Natur in zwölf Persönlichkeitstypen. Jeder dieser Typen entspricht der Natur zu einer bestimmten Jahreszeit. Das Medizinrad ist eine Art Landkarte, mit deren Hilfe man seine Stärken und Schwächen, seine inneren Triebe, instinktiven Verhaltensweisen und auch sein wahres Potential entdecken kann. Grundlage dieser Struktur sind die vier Jahreszeiten, unterteilt durch Winter- und Sommersonnenwende sowie Frühlings- und Herbst-Tag- und Nachtgleiche.
Jede Jahreszeit steht als Metapher für eine Phase der menschlichen Entwicklung. Der Frühling ähnelt der Kindheit, dem neuen Leben. Der Sommer entspricht der Überschwänglichkeit, der Jugend und dem raschen Wachstum. Der Herbst steht für Fülle und Erfüllung des reifen Lebens als Erwachsener. während der Winter die angesammelte Weisheit symbolisiert, auf die wir später im Leben zurückgreifen können. Jede der vier Jahreszeiten im Medizinrad wird wiederum in drei Perioden unterteile, so dass insgesamt zwölf Abschnitte entstehen.
Die Zeit der Geburt bestimmt die Richtung, aus der wir das Leben wahrnehmen, und die Eigenschaften der Natur in dieser Jahreszeit spiegeln sich in der Kernpersönlichkeit wider. Jede Geburtszeit hat außerdem eine Affinität zu einem bestimmten Stein, einem Baum und einer Farbe. Über diese drei Affinitäten lässt sich in schwierigen Zeit neue Kraft schöpfen.




